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Land of Confusion

Öl auf Leinwand, 80 x 120, Wz: 409

Text: Annegret Neunzig

Land of Confusion

Februar 2024 - ein Monat im Land of Confusion?

„Nie wieder ist jetzt“ – unter der Überschrift gehen Menschen auf die Straße, demonstrieren und erheben ihre Stimme. Das Ziel – gemeinsam ein Zeichen setzen gegen rechtsextremen Hass, faschistische Ideologie und den Angriff auf die Demokratie durch die AfD.

Gerade in den ausgehenden Januartagen und dem DenkTag  (am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit und offenbarte das Grauen der Nazidiktatur schonungslos.)

Hätten wir es je für möglich gehalten, dass wir uns 79 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vehement wehren müssen, gegen das Wiedererstarken des Antisemitismus und Fremden- und Anderen-Hasses, der Ausdruck findet in Parolen, Gewalttaten und neuen Schlagworten wie „Remigration“...

In einer wahren Krisenkaskade lässt sich Weiteres benennen:

Kriege und Konflikte überall in der Welt – besonders erschütternd, der Krieg im Gaza-Streifen, der Krieg Russlands gegen die Ukraine, die Eskalation im Persischen Golf.

In Amerika scheint der Demokratiezerstörer Donald Trump auf dem Weg ins Weiße Haus zu sein.

Europaweit erstarken antidemokratische Kräfte – Orban in Ungarn ist nicht der einzige, von dem eine Bedrohung der Freiheit des Einzelnen und ganzer Staaten ausgeht.

Dazu der Klimawandel, die Klimakrise oder die uns bevorstehende Klimakatastrophe – die Zunahme verheerender Hochwässer, Erdbeben und Vulkanausbrüche lässt ahnen, was auf die Menschen in der Welt zukommt.

Inflation und steigende Energiepreise sind als erste Auswirkungen im Alltag spürbar.

Migration und Völkerwanderungen stellen uns vor Herausforderungen, die mit einem einfachen „Wir schaffen das“ nicht zu bewältigen sind.

Stichwort Pandemie – 3 Jahre hatte uns Corona im Griff und veränderte massiv unser Leben, die Pandemie ist gegangen, Corona geblieben...

Ein Leben im Land of Confusion

Wir scheinen gefangen in den Wirren und jeder von uns hat sich sicher mehr als einmal gefragt: Was kann ich tun? Wo ist der Ausweg? Gibt es Alternativen?

Der Künstler als Seismograph spürt die Confusionen im gleichnamigen Land und bannt sie auf die Leinwand – ein Bewältigungsprozess.

Was bleibt uns, die wir das Bild betrachten und tagtäglich mit den Confusionen konfrontiert werden?

An dieser Stelle möchte ich an ein Wort erinnern, das Martin Luther zugeschrieben wird:

Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge,

würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen

Hoffnung und Glaube an Zukunft ist das Stichwort, das Menschen von je her geholfen hat, Krisen zu durchstehen und zu überwinden

Im Bild gibt es auch ein Symbol für diese Hoffnung:

Die Frau vorne links im Bild – sie steht für mich für die Fotografin, die etwas für sie im Moment ganz Wichtiges festhält, um sich nicht nur im Moment daran zu erfreuen, sondern sich dieses Kostbare immer wieder in Erinnerung rufen zu können.

Und, was hat sie fotografiert – erkennbar ist es im Bild nicht

In meinen Gedanken ist es ein Mandelzweig - dazu fallen mir Verse des jüdischen Dichters und Philosophen Shalom Ben Chorin ein:

Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,

ist das nicht in Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?

Dass das Leben nicht verging, so viel Blut auch schreit,

achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.

Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.

Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.

Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,

das bleibt mir ein Fingerzeig für des Lebens Sieg.

Wenn wir den Weg, den wir gehen, nicht in Liebe gehen, dann sind wir und die Welt verloren.

 

 

 

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