©2019 by Peter Neunzig | Technophilosophische Kunst

TECHNOPHILOSOPHISCHE KUNST

Das Meta-Werk

 

Im Jahr 2002 begann der Künstler das Meta-Werk. Hierbei verfolgte der Künstler seine Idee, aus dem in den letzten 20 Jahren gemalten Werk, ein weiteres, computergestütztes Werk zu entwickeln. Diese Art und Weise, aus dem bestehenden Werk ein weiteres zu entwickeln, basiert auf dem Konzept der Rückkopplung. So kann das gesamte Werk, also das gemalte Werk als Input und das Meta-Werk als Output (– als kybernetische Einheit) gesehen werden. Über dem kybernetisch-rückgekoppelten Prozess, kann sich das gesamte gemalte Werk durch Digitalisierung bis in die Unendlichkeit entfalten und potenzieren.



Der vom Künstler geschaffene Begriff „Meta-Werk“ versteht ein Werk, dass vor oder hinter dem eigentlichen Werk über moderne Computertechnik entsteht. „Meta“ aus dem Griechischen kommend, bedeutet „hinter“ und „nächst“ in Bezug auf die Zeit oder Reihenfolge. Das Meta-Werk entsteht hermetisch aus dem digitalisierten analogen, gemalten Werk und ist somit das dahinter liegende neue  Werk, gemäß dem Beispiel des Aristoteles, der alle philosophischen, nicht der reinen Natur gewidmeten Themen, hinter die Physik einordnete. Durch diese innovative Entwicklung computergestützter Werkbildung von moderner Kunst, ist für den Künstler Peter Neunzig beides möglich: Die Fortsetzung des bestehenden gemalten Werks und die daraus immer wieder neu sich entwickelnden Meta-Werke. Durch die in jedem Bild wiederkehrende Interdisziplinarität von Technik und Philosophie, sowie durch die Anfertigung eines in der Form über modernste Computertechnik noch nie dagewesenen Meta-Werks, trifft die Kunst von Peter Neunzig den Nerv des heutigen Zeitgeistes. Das Meta-Werk war darüber hinaus eine Antwort auf die persönliche und gesellschaftliche Bilderkrise, die an die Sprachkrise am Ende des 19. Jahrhunderts anknüpft bzw. diese ablöst. Die Bilderkrise beruht auf zwei Aspekten: Erstens der Überflutung von Informationen durch die Medien und zweitens durch die in einem Bild ruhende, mögliche (Un)-Wahrheit.

 
 

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