Kybernetik

 

Kybernetik, als Steuerungslehre, besteht aus drei Elementen – System, Information und Regelung, die sich reziprok, also gegen- und miteinander, beeinflussen. Sie befasst sich laut einem der Begründer der Kybernetik, Norbert Wiener mit selbsttätigen Regelungs- und Steuerungsmechanismen biologischer, technischer und soziologischer Systeme. Chaos und Ordnung können dabei über diese rückgekoppelten Input-Output-Systeme generiert werden, die zudem nicht immer berechenbar sind. Damit ist die Kybernetik eine selbstständige Wissenschaft, die Naturprozesse beschreibt, die auf Rückkopplung beruhen. Dabei kann jedes rückgekoppelte System drei Szenarien erzeugen.

Fall 1:

Das rückgekoppelte System kommt zur Ruhe. Das heißt, es ist beständig. Man denke an den goldenen Schnitt, der sich in der Natur beispielsweise im Aufbau des Gehäuses des Nautilus wiederfindet oder in der Anordnung der Kerne einer Sonnenblume.


Fall 2:

Das System gerät in Schwingung.


Fall 3:

Das System gerät ins Chaos. Das System kann nicht nachvollzogen werden. Dies ist zu beobachten beim Schmetterlingseffekt, wenn ein kleiner Flügelschlag eines Schmetterlings einen großen Sturm verursacht. Kybernetik beschreibt also Weltgeschehen – Wirklichkeit – über regelungstechnische Prozesse. Die Welt, unser Universum agiert im Gegenwartspunkt vernetzt-rückgekoppelt. Hierauf beruft sich der Künstler, der im Hier und Jetzt handelt – nach den Gesetzen von Input und Output mit dem Programm der Technophilosophischen Kunst.

 

©2019 by Peter Neunzig | Technophilosophische Kunst