Wirklichkeit & Simulation

 

Die Infragestellung des Künstlers, die zwangsläufig durch die Weiterentwicklung des Programms "Technophilosophische Kunst" zum Meta-Werk aufkommt, ist nichts anderes, als das, was die mediale Gesellschaft des 21. Jahrhunderts beschreibt.


Die Wirklichkeit und damit der Mensch, werden durch die perfekte Simulation der digitalen Medien mit ihrer binären Matrix aufgelöst und ersetzt. Was bleibt ist ein Mysterium eines unbeobachteten Hintergrunds, der sich jenseits dieser oberflächlich prozessierenden binären Matrix befindet. Es ist die Wahrheit des Stofflichen, des Materiellen überhaupt, jenseits der medialen Welt des Scheins. Es ist das Wunder, dass es überhaupt etwas gibt und nicht nichts. In diesem unlösbaren erkenntnistheoretischen Konflikt zwischen Sein und Simulation stehen das authentische analog-gemalte Werk und die mediale Metakunst des Künstlers Peter Neunzig.

Die innovative, kybernetische Idee seiner Technophilosophischen Kunst, basierend auf alter Tradition und moderner Computertechnik mit allen medientheoretischen und erkenntnistheoretischen Konsequenzen, führt zu einer wichtigen Erweiterung des Kunstbegriffs innerhalb der modernen Kunst im 21. Jahrhundert

 

©2019 by Peter Neunzig | Technophilosophische Kunst